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copyright by dohadude, 2012

Wie in sämtlichen Emiraten gibt es auch in Qatar recht selten Graffitis. Und meistens bestehen diese aus flüchtig auf die Wand gesprühten kurzen Sätzen. Auch wenn ich das Strafmaß für diese Form der Gebäudeverschönerung nicht kenne, vermute ich, dass die Angst vor Entdeckung, anspruchsvollere und aufwändigere Graffitis in Qatar effektiv verhindert.

An den großen öffentlichen Plätzen sind praktisch keine Graffitis zu entdecken; man findet diese vornehmlich in kleinen Seitenstraßen an älteren Gebäuden oder Mauern. Ich frage mich, warum diese wichtige zeitgenössische Kunstform ihren Weg noch nicht in das aufstrebende und sich öffnende Land Qatar gefunden hat. Neben der seltenen inoffiziellen Form fehlt die geduldete und geförderte Form von Wandgemälden oder Murals gänzlich. Es wäre eine öffentlichkeitswirksame Methode, um Qatars Bestreben als kleines großes Kunstland etwas volksnäher zu unterstreichen, als es die großen Museumsprojekte wie das qatarische Nationalmuseum vermögen.

Ich werde im Laufe der Zeit weitere seltene Fundstücke hier reinstellen. Aus politischen Gründen, muss ich leider im Moment darauf verzichten, Graffitis mit politisch brisanten Inhalten hier zu zeigen. Wer weiß, vielleicht ändert sich die Situation zur Meinungsfreiheit in Zukunft…

Next bus stop 1 km

Doha besitzt zwar ein System öffentlicher Busse, dieses ist jedoch unzuverlässig und deckt nur einen kleinen Teil der Stadt ab. Die Fahrpläne sind Glückssache und die Bushaltestellen ein Schild am Straßenrand. Manchmal steht dieses sogar auf der Autobahn. Richtige Wartehäuschen, geschweige denn Sonnen- oder Hitzeschutz sucht man vergebens.

Daher verwundert es mich nicht, dass ein Großteil der Menschen ein eigenes Auto besitzt oder auf die mehr oder weniger präsenten Taxis angewiesen ist. Es gibt offizielle türkisfarbene Taxen der staatlichen Firma “karwa” mit Taxameter und eine unbekannte Zahl privater, meist nichtangemeldeter, Taxen. Auch wenn es gesetzlich vorgeschrieben ist, das Taxameter laufen zu lassen, nutzen die Fahrer die Knappheit an Fahrzeugen oft aus, um überzogene Festpreise zu verlangen. So zahlt man für eine Fahrt von West Bay (Dem Geschäftszentrum der Stadt) in das alte Zentrum Dohas, fast soviel wie für eine volle Tankfüllung eines kleinen Geländewagens.

Wer es sich leisten kann besitzt daher mindestens ein oder mehrere Autos, je nach Zweck. Den Pickup zum gelegentlichen Transportieren von Tieren oder schleppen einer Yacht. Den Landcruiser zum bequemen Familienausflug ins Einkaufszentrum. Und den getunten deutsche Luxussportwagen zum herumfahren und gesehen werden. Selbstverständlich gibt es auch bescheidene kleine PKW, jedoch ist das Straßenbild geprägt durch die größten verfügbaren japanischen und seltener auch amerikanischen SUV. Da diese kaum mehr auffallen, greifen die Eigentümer zum “Farbeimer” und lassen sich ihr Fahrzeug in grellen und eher unüblichen Farben streichen (Mehr dazu in meinem alten Beitrag): Pink, Neonorange, Neongrün, Mattgrau, oder auch Gold. In Deutschland würde man am Steuer eher Mitglieder des Rotlichtmilieus vermuten, hier sind es ganz normale Bürger mit lediglich leicht erhöhtem Geltungsbedürfnis.

qatar taxi

Gang selten sieht man echte Klassiker auf der Straße. Ohne Klimaanlage oder jeglichen Schnickschnack. Dabei ist die staubige Luft Qatars nicht die Umgebung der ich solche Autos aussetzen würde.

contrasting cars

“tastefully” painted car…

Derweil plant Qatar ein Netz aus Schienenverkehr. Bislang gibt es noch nicht eine Strecke im ganzen Land. Pünktlich zur Fußball-WM 2022 soll dann ein U- und S-Bahnnetz fertiggestellt werden, welches vor allem die Expats, aber auch Touristen effizient und umweltschonend transportieren wird. Ob die qatarischen Staatsbürger jedweden Nahverkehr nutzen werden, scheint mir heute ungewiss. Das momentan entstehende Viertel Mscheireb wird zudem neben zwei verschiedenen U-Bahnstationen eine dezidierte Straßenbahn besitzen, die in kurzer Taktfrequenz auf einer Kreisbahn den direkten Personennahverkehr leistet und die Laufwege drastisch verkürzt.

Ohne diese Projekte stünde Doha und wahrscheinlich auch dem Umland eine staugeplagte Zukunft bevor. Bereits jetzt muss das kreisverkehrreiche Straßennetz am Wochenende, zur Hauptverkehrszeit am Abend und an Feiertagen kapitulieren. Auch wenn europäische und amerikanische Verkehrsplaner an der Entwicklung beteiligt sind und weiter beteiligt werden, habe ich den Eindruck, dass die meisten Maßnahmen mit einem Planungshorizont weniger Jahre gebaut werden. Durch die stetige Zuwanderung gelangt jede neu entstandene Straße rasch an ihre Kapazitätsgrenzen.

Es gibt in Doha kaum Anreize das Fahrrad als Fortbewegungsmittel zu benutzen. Das liegt an gänzlich fehlenden Fahrradwegen und einer weitverbreiteten halsbrecherischen Fahrweise vieler Verkehrsteilnehmer, die Fahrradfahrer zu einer bedrohten Spezies macht.

Somit stellt Doha sämtliche Voraussetzungen bereit, um einen sitzgeprägten Lebensstil in allen Lebenssituationen zu fördern und zu bewahren. Eine Folge sind die bereits erwähnten weitverbreiteten Gesundheitsprobleme der Qataris. Um diese nachhaltig zu bekämpfen, bedarf es ganzheitlicher Konzepte, um neue “alte” Gewohnheiten zu verändern und ein Bewusstsein für den Wert der körperlichen Bewegung zu schaffen. Eine zentrale Rolle spielen dabei meiner Meinung nach auch die Fortbewegungsmittel des Alltags und überdies eine Stadtplanung, die Fußwege in der Kurzdistanz erleichtert und fördert. Das beste Beispiel einer vergleichbaren Stadt ist dabei Abu Dhabi, das Fußgängern attraktive Wege und auch Umgehungen der Straßenkreuzungen anbietet.

Zur Erfüllung meiner heutigen Bewegungsration FAHRE ich später noch zum Salsatanzen.
Bleibt alle schön fit!

Torch Tower

Aspire ist eines der Vorzeigeobjekte Qatars. Es handelt sich um eine Sportakademie, die zum einen Sporttraining auf Weltklasseniveau anbietet. Das spricht vor allem gutbetuchte Eltern weltweit an, die ihre kostbaren Zöglinge dort in fachkundige Obhut geben und zu Tennis- und anderen Sportprofis herantrainieren lassen können. Andererseits gibt es Einrichtungen, die hauptsächlich von Breitensportlern genutzt werden. Darunter ein nennenswerter Anteil von Qataris. Dementsprechend werden freie Plätze zuerst an Qataris, dann an ausländische Einwohner mit Aufenthaltserlaubnis und schließlich an Ausländer ohne Aufenthaltserlaubnis vergeben.

Neben dem aktuellen Sportbetrieb waren einige der Einrichtungen 2006 Austragungsstätten der Asian Games. Eine Art Olympiade zwischen asiatischen Staaten. Ein Wahrzeichen ist der sogenannte Torch Tower in dem heute ein Hotel samt langsam rotierenden Panoramarestaurant in der 47. Etage residiert.

Von dort hat man einen atemberaubenden Blick auf ganz Doha und das Umland. Die grünen und gepflegten Sportanlagen wirken dabei inmitten des Wüstenstaubs etwas deplaziert, und leicht surreal. Etwas weiter entfernt kann man die Siedlungsanlagen entdecken, die wie synthetische Legostädte, auf dem (heute digitalen) Reisbrett entworfen, sich in Reih und Glied präsentieren.

Für Qatar hat Aspire neben den Prestigegründen als Bildungsstandort auch die Aufgabe einen wettbewerbsfähigen heimischen Sportnachwuchs auszubilden. Vielleicht kann Qatar so zukünftig noch mehr Medaillen gewinnen, ohne weitere Sportsöldner anheuern zu müssen.

 

Torch Tower fassade

Aspire football fields

Fire-damage at the Villagio shopping-mall

Wedding-tents

Aspire Stadium

This weekend I have very little time to write, as it is the last day of Ramadan today and everybody is busy preparing for Eid, that starts tomorrow. As I mentioned in my earlier post, people slaughter a lot of animals, buy new furniture, get new haircuts and so on. I began this day, watching the sun to quickly rise over the gulf. As I cannot write a lot now, I will share my experiences afterwards.

While driving home last time, I had to take a photo of an old american school bus. Here it is useless for children, due to not being equipped with an air-condition. Yet it is sufficient to drive around construction workers that will not have A/C at their work place, and thus would only get used to it. This brings up the topic of the public transportation system, that I will cover in one of my next posts.

Doha bei Nacht

Dohas Skyline bei Nacht. Blick von der Uferpromenade aus aufgenommen. Im Vordergrund liegt ein Dhow genanntes traditionelles qatarisches Boot. Man kann es mieten und bei musikalischer Untermalung durch die Bucht gondeln. Manche Menschen rauchen dabei gerne Shisha oder trinken Tee. Die qataris, die etwas von sich halten und die qatarischen Traditionen wertschätzen, besitzen hingegen eine eigene Dhow. Diese werden dann für Angeltouren, zum Baden und für Übernachtungen auf dem Wasser genutzt.

// English

Doha`s Skyline  with a view from the Corniche. You can see one of the traditional boats of qatar. They are called dhow and can be rented in this case. Many qataris own one themselves and love to take it out to the sea to fish, swim and even stay overnight. Due to the heat in summer, this is more common in winter, but a few friends of mine go during these days despite the steamy heat.

Eine der zahlreichen Leckereien nach dem Abendgebet, die gereicht werden wenn die Familie meiner qatarischen Freunde noch zusammen sitzt und über den Tag und die persönlichen Dinge spricht und Tee oder arabischen (grünen) Kaffee trinkt. Die Datteln stammen aus einer der größten Oasen Saudi Arabiens und haben unbeschreiblich gut geschmeckt.

// English

When the evening prayer is finished, my qatari friends sit with their brothers (plus friends like me and others) and enjoy both sweets and sweet tea and arabic coffee (not just because they use arabica beans, but because it is green infused with spices lie green cardamom and almost transparent in the glass). Fortunately they are somewhat healh-concscious and love dates, which are also described as one of the important parts of Ramadan by their Prophet. In this case the dates tasted indescribably tasty. Even though dates usually might not look all that appealing, any patisseur would have to come up with his very best creation to get even close to dates like this taste-wise.

 

Dhow

Wenn sich Konversationen in der Vergangenheit um Qatar drehten, dann war die Qatar Foundation ziemlich sicher eine der qatarischen Institutionen, die meine Gesprächspartner kannten. Warum? Vielleicht liegt es am historischen Sponsorenvertrag mit dem FC Barcelona, übrigens der erste in der 113 Jahre langen Clubgeschichte. Vielleicht liegt es an dem seit wenigen Jahren ausgeschriebenen WISE Preis für Bildung über gut 400.000 €, oder dem drumherum stattfindenden WISE Gipfel für Exzellenz in der Bildung. Vielleicht liegt es aber auch einfach an der schieren Größe der Investitionen, die durch die Qatar Foundation bisher getätigt wurden. Zurück zum Anfang, was ist die QF überhaupt?

1995 vom qatarischen Staatschef Sheikh Hamad bin Khalifa Al Thani als halbprivate Stiftung gegründet, strebt QF die Entwicklung der qatarischen Gesellschaft von einer Rohstoff- hin zu einer Wissensgesellschaft an. Insbesondere über Investitionen in eine Bildungs- und Forschungsinfrastruktur. Neben der Ansiedelung von Ablegern einiger, überwiegend US-amerikanischer, Topuniversitäten geht es aber auch um Grundlagenarbeit wie die Erhöhung der Alphabetisierung und  das Bewahren des kulturellen Erbes Qatars.

Zugegeben, das klingt nicht nur ambitioniert, sondern ruft auch so manche Kritiker auf den Plan. Eine schon öfter gehörte Meinung reduziert die Ziele der QF auf medienwirksames philanthropisches Schaulaufen.

Weniger bekannt, aber vermutlich nicht weniger wichtig sind beispielsweise die Zusammenarbeit mit Wikimedia zur Unterstützung einer wachsenden arabischen Wikipedia, eine Initiative zur Ansiedelung einer Solarindustrie in Qatar oder Aufklärungskampagnen über Diabetes (eine stark verbreitete Krankheit in Qatar).

Würde das Fortbestehen der starken Universtitätsgeschichte, die Europa in Jahrhunderten erhielt, durch die kräftige und einseitige Geldspritze eines ressourcenreichen Landes wirklich bedroht? Die Tatsache, dass der Großteil der zunächst hier angesiedelten Universitätsableger aus Nordamerika stammt, kann das nordatlantische Kräfteverhältnis im Bildungssektor tendenziell sogar weiter zu Europas Ungunsten verschieben. Bildungseinrichtungen aus dem deutschsprachigen Raum kooperieren bislang erst sehr zaghaft in vereinzelten Projekten mit Qatar. Ich halte es daher für überfällig, bei den Trägern in der Heimat für eine Expansion zu plädieren. Auch wenn dies auf den ersten Blick eine Aufgabe der Politik zu sein scheint, könnte ein starker Impuls zur Zusammenarbeit auch von den Einrichtungen selbst, und dort von den Professoren und Studenten ausgehen. Dafür sprechen meine Erfahrungen in internationalen Projekten verschiedener Hochschulen. Die Frage bleibt: unter welchen Umständen gelingt eine Kooperation über den einseitigen Geldfluss von der einen und den einseitigen Ausverkauf des Wissens von der anderen Seite hinaus? Mein Fazit: Durch die Kooperation europäischer Universitäten und Museen mit Qatar werden die Möglichkeiten des länderübergreifenden Erkenntnisgewinns nicht nur auf akademischen Niveau erweitert; diese Kooperationen können auch zu einem interkulturellen Dialog führen und die gegenseitig existierenden Vorurteile abbauen.

Trotz der heutigen Aktivitäten ist es ein formuliertes Ziel, dass Qatar sich irgendwann in der Zukunft aus eigener Kraft und mit heimischen Fachkräften, international angesehene Bildungs- und Forschungseinrichtungen schafft. Bis dahin wird jedenfalls noch viel Wasser aus dem persischen Golf verdunsten. …

Äußerlich sichtbar sind die Aktivitäten der QF vor allem an den zahlreichen Bauwerken der sogenannten Education City. Für architektonisch erwähnenswert halte ich neben den erwähnten Universitäten insbesondere das Technologiezentrum (QSTP), Das Kongresszentrum (QNCC), das Sidra Medizin- und Forschungszentrum (SMRC) und das Al Shaqab Reitzentrum (ASEC). In ihrer respektiven Domäne handelt es sich bereits architektonisch um Weltklasseeinrichtungen. Es würde mich nicht wundern, wenn die inneren Qualitäten ebenfalls herausragend sind oder im Fall vom noch nicht eröffneten Sidra noch werden.

Das ist erst der Anfang. Das größte im Bau befindliche Projekt der Qatar Foundation ist derweil Msheireb. Ein Stadtviertel am historischen Ortskern Dohas. Weitere Informationen dazu finden sich in meinem älteren Artikel.

Derweil ist die Qatar Foundation nicht nur einer der größten Investoren in Qatar, sondern auch einer der attraktivsten Arbeitgeber Qatars, der keinen direkten Bezug zur Öl- oder Gaswirtschaft hat. Für weitere Infos auf Englisch könnt ihr ebenfalls die Website besuchen.

Als Schlussgedanken möchte ich das Potential einer Zusammenarbeit mit der QF für Deutschland skizzieren. Heutzutage konzentriert sich der Gewinn Deutschlands überwiegend auf den Export von Kfz, Anlagen, und Maschinen und zahlreiche deutsche Firmen sind im Anlagenbau und der Bauwirtschaft tätig. Das auswärtige Amt benennt für die Importe ein Außenhandelsüberschuss von gut 1,1 Mrd. € (2010).
Dieser könnte sich mit dem geplanten U-Bahnsystem in Doha, einer aufkeimenden Solarindustrie und den weiteren geplanten Bauvorhaben für die Fußballweltmeisterschaft 2022 nochmals drastisch vergrößern.

Sollte Qatar der Bau einer Gaspipeline nach Europa gelingen (was erst nach Beenden der Umwälzungen in Syrien möglich sein dürfte), wird das Ungleichgewicht nochmals explodieren. [Als Randnotiz: dies ist eine mögliche Erklärung für Russlands andauernde Unterstützung des syrischen Regimes.]

Im Gegensatz zum Export technischer Güter, ließe sich auch deutsche Kultur nach Qatar bringen. In Form von Brötchen, Brot und alkoholfreiem Bier. Obwohl…, das Bier, welches sich hier vornehm Malzgetränk nennt, gibt es ja bereits. Bleiben also die Backwaren. Da die deutsche Bevölkerung in Qatar allerdings recht überschaubar ist, bliebe ein Erfolg von Roggenbrötchen und Sauerteigbrot ungewiss…

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Bei der Entdeckung der oben gezeigten Keramikfliesen fühlte ich mich ein wenig nach Jerez de la Frontera oder Granada in Andalusien erinnert. Die dortigen Beispiele orientalischer Ornamentik sind bisweilen an Kunstfertigkeit nur schwer zu übertreffen. Jedoch gefiel mir der verspielte Stil dieser handbemalten Kacheln hier in Doha. Besonders beim zweiten Bild habe ich den Eindruck, dass abstrakte beinahe zeitgenössische zeichnerische Darstellungen von Naturelementen zum Einsatz kamen. Die Fassade erhält so ein harmonisches, konsequentes und doch interessant verspieltes Gesamtbild.

In Erinnerung an meine Reflektionen über die Kunst und das arabische Geld kann ich auch hier erfreut feststellen, dass Kunst, Architektur und Geld sich nicht zwangsläufig in die Geschmacklosigkeit oder gar Beliebigkeit vereinen.


English summary

The pictured ceramic tiles instantly reminded me of my visit to the andalusian cities Jerez de la Frontera and Granada with its marvelous palace  La Alhambra. Even though the many examples of tiles there seem to be unparalleled in craftsmanship and beauty, i did really like the playfulness in this find in Doha. Of course, there was a lot of money involved, back then in the south of spain, and now on the arabian peninsula.

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Eine Fotoserie, die ich vor kurzem begonnen habe, handelt von den in Qatar stehenden Moscheen. Dabei möchte ich nicht nur die beeindruckendsten oder größten Beispiele aufführen, sondern einen möglichst vollständigen Überblick über die verschiedenen architektonischen Stile schaffen.

Jedoch beginne ich die Serie mit zwei Extremen und einer eher normalen Moschee. Die erste fand ich in einem eher armen Dorf nördlich von Doha in welchem mir keine Qataris begegneten. Die Zweite befindet sich Inder weiteren Nachbarschaft meiner Wohnung, die dritte ist die Imam Muhammad Ibn Abdul Wahhab Masjid. Es ist die größte und wahrscheinlich auch prunkvollste Moschee und bietet bis zu 10,000 Gläubigen Platz.

Allerdings ist es wichtig zu bemerken, dass die Größe der Moschee für Muslime keine Auswirkung auf die  Wichtigkeit oder Wertigkeit der Gebete hat, entscheidend ist das Gebetsritual selbst, dass sogar draußen, möglichst auf einem Gebetsteppich vollzogen wird. Die Gebete zum Eidfest, am Ende des Ramadans werden sogar traditionell bis heute noch draußen vollzogen. Für die nicht arabisch sprechenden: Moschee auf arabisch heißt „masjid”

English summary:

I recently started a photographic series about the mosques of Qatar. I will not just focus on the extremes, in terms of size, richness or photographic attraction. I want to create an overview about all architectural styles in the Country.

Nevertheless I will begin with the biggest mosque in the country (The Muhammad Ibn Abdul Wahhab Masjid), one of the smallest I have seen so far and the average neighborhood mosque. It is not that common though, to find two minarets. Most mosques just have one. For the non arabic speakers: masjid means mosque. The Muhammad Ibn Wahhab Mosque offers room for up to 10.000 people.

Das „Museum Of Islamic Art” in Doha ist ein beeindruckendes Gebäude des Stararchitekten I.M. Pei. Nach umfangreichem Studium  islamischer Architektur weltweit, hat er mit diesem Gebäude eine Landschaftsikone für Qatar geschaffen. Die exklusive nicht verbaubare Lage auf einer extra dafür geschaffenen Insel bringt die verschachtelte und doch klare Formensprache gut zur Geltung. Aufgrund des Ramadan habe ich es bis heute nicht geschafft, neue Bilder des Innenraums anzufertigen, jedoch möchte ich euch mit diesen beiden Bildern einen kleinen Vorgeschmack darauf geben.

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Da neben Lebensmitteln auch die Benzinpreise subventioniert werden, reicht es hierzulande die Preise einmal im Jahr mithilfe eines Aufklebers auf den Tanksäulen bekanntzugeben. Der Liter Super liegt momentan bei 1 QR pro Liter. Es ist erschreckend und nett zugleich, der Literanzeige, oder Preisanzeige zu folgen und herauszufinden, dass diese exakt gleich hochzählen. 1 QR ist nach heutigen Stand 22 Eurocent. Als die Preise das letzte Mal auf diesen Stand angehoben wurden ging offensichtlich ein Aufschrei durch die Gesellschaft.

Träumt süß von einem Ölspringbrunnen im Wüstensand. Heute war ich in der Wüste, den Bericht dazu gibt es später.

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Lebensmittel sind in Qatar ähnlich billig wie in Deutschland. Diese Tatsache wird von einem besonders findigen Supermarkt dadurch untermauert, dass er sich übersetzt „gewinnmargenfreie Lebensmittel” nennt. Ich frage mich ernsthaft, wie das möglich sein soll. Einen Anreiz zum dortigen Einkauf hatte ich bisher nicht, da sich 200 m davon eine große Filiale von Almeera befindet. Almeera ist die einzige große einheimische Supermarktkette. An Ihr ist der Staat Qatar mit rund einem viertel der Anteile beteiligt. Im Almeera gibt es überwiegend arabische Lebensmittel.

Wieder entdeckte ich eine Hinweistafel des Handelsministeriums mit der charmanten Cartoonfigur, die nach eigenen Aussagen einem Freund in Deutschland ganz ähnlich sieht.

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Es ist keine Überraschung, dass auch hierzulande der Gigant Carrefour einige große Hypermärkte betreibt. Dort bekommt man neben Roquefort auch frischen Traubensaft aus Chardonnaytrauben und deutschen Räucherfisch. ja ja. Ganz schön dekadent. Abgesehen davon habe ich jetzt schon mehrfach den Eindruck gehabt, dass dort asiatische „Damen”, versuchen Kontakt mit einem aufzunehmen… ts ts ts.

Allerdings konnte ich keine Zartbitterschokolade finden, um für das heutige Iftar eine authentische hausgemachte Mousse au chocolat mitzubringen. Stattdessen wird es eine für meinen Geschmack viel zu süße Vollmilchmousse geben. Das Beweisfoto anbei.

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