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Im Anschluss an meinen letzten Eintrag möchte ich von einer Erfahrung am Abend berichten. Ich war mit zwei Freunden im Souq Waqeef, dem traditionellen „Stehbazar” unterwegs und unverhofft habe ich einige Ecken entdeckt, von deren Existenz ich vorher nichtmal gehört habe. Im besonderen geht es um einen indischen Gewürzladen in welchem sehr ästhetisch verschiedene Gewürze präsentiert waren. Bereits beim Betreten des Ladens stiegen wunderbar vertraute und andererseits gänzlich fremde Düfte in die Nase.

Im Gegensatz zum üblichen Asiastore mit der recht ansehnlichen Auswahl indischer Gewürze in kleinen Päckchen, durfte ich hier feststellen, dass alleine drei Qualitätsstufen grünen Kardamoms angeboten wurden. Mein unwissendes Auge konnte lediglich geringe Größenunterschiede wahrnehmen. Auch verschiedene Trocknungsstufen von Anissamen haben meine kulinarische Fantasie angeregt. So langsam wächst auch meine Lust selbst zu kochen, trotz des fantastischen Angebots bezahlbarer und toller Restaurants, immer weiter.

Eine Frage bleibt seit dem Besuch in meinem Kopf: Warum habe ich den Eindruck, dass die Qualität merklich besser als woanders ist und die Preise trotzdem teilweise um die Hälfte unter den üblichen Supermarktpreisen liegen? Ich werde es möglicherweise herausfinden.

Die letzten beiden Tage waren arm an Unternehmungen. Ich habe einem Freund geholfen, seinen Hausflur mit Laminat auszulegen. Als Nichtprofis haben wir wahrscheinlich einige Male mehr Zeit gebraucht, als Profis gebraucht hätten, dafür ist es aber präzise und ordentlich geworden. Wer noch nie probieren durfte, einen vielfach verwinkelten und türreichen Raum mit Laminat auszustatten, sollte das einmal probieren. Ich finde das ist eine großartige Art und Weise zu Meditieren oder sich zumindest in Geduld zu üben. Nach zwei Dritteln, wenn die einfache Seite bereits geschafft ist und die Türrahmen, Treppengeländer und so weiter anstehen und spätestens, wenn die scheinbar clever angefertigten Schablonen aus Pappe manchmal doch nicht helfen. Spätestens dann zeigt sich, ob man zur Geduld fähig ist und in sich ruht. Ganz nebenbei darf man sich gefühlte tausend mal bücken zum Verlegen und aufstehen zum Zuschneiden, das trainiert Bauch, Beine, Po und Rücken. Also eigentlich die ideale Freizeitbeschäftigung (-;

Das Laminat stammt tatsächlich aus Deutschland, die Geräte waren japanische, die Trittschallisolierung und das Stemmeisen aus Saudi Arabien. Irgendwann zwischen Stichsäge und Fuchsschwanz realisierte ich, dass Qatar so gut wie nichts außer Lebensmitteln, Erdölderivaten, Flüssiggas und Aluminiumrohlingen produziert. Letzteres übrigens im größten Aluminiumschmelzofen der Welt. Zwar hat Qatar keinen Bauxit (Der Rohstoff aus dem Aluminium gewonnen wird), aber extrem viel billigen Strom aus Gaskraftwerken.

Ich merke ich drifte ab — Ich werde die nächste Woche überraschend ohne meinen Gastgeber verbringen. Er fliegt heute ins Ausland, um einen unserer gemeinsam Freunde im Krankenhaus Gesellschaft beim Ramadan zu leisten, da dieser kurz vor seiner Rückreise nach Qatar spontan erkrankt ist und sogar operiert werden musste.

Statt euch weiter meine körperliche Erschöpfung in Form sinnlosen Schreibens weiterzugeben, teile ich einfach noch zwei Fotos ;-). Ab Heute ist dann Ramadan. Ich bleibe gespannt.

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Zwei indische Desserts: „Kesari Bath” und „Gulab Jamoon” Die gefühlt pro 100g Menge Dessert 200g Zucker und weitere hundert Gramm Fett enthalten. Wie das gehen soll? Ich habe keinen blassen Schimmer. Jedenfalls habe ich nach dem Verzehr Angst bekommen, augenblicklich an Diabetes zu erkranken. Die schaumige Flüssigkeit ist beidesmal indischer Gewürztee, der nach den Desserts ziemlich bitter herb schmeckte.

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Das Sheraton Hotel. Das könnte auch eine Requisite aus einem der alten Star Wars Filme sein, stammt aber aus den Siebziger Jahren. Zu der Zeit war ringsherum nichts als Wüstenboden. Die Bilder dazu werde ich organisieren und dann hochladen.

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